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| Implantate sind künstliche Wurzeln, die dazu dienen, entweder den festsitzenden Zahnersatz zu tragen oder dem herausnehmbaren Zahnersatz
einen sicheren Halt zu geben. Sie stellen eine modernere, ja sogar eine natürlichere Methode dar, weil durch die Implantate nicht nur die sichtbaren
Teile des Zahnes ersetzt werden, sondern auch die Wurzel, die eigentlich die tragende Funktion innehat. Die Implantate werden durch einen
einfachen chirurgischen Eingriff in den Kieferknochen eingesetzt. Die modernen Implantate sind aus reinem Titan angefertigt, das von den
Knochenzellen wie Eigensubstanz vollkommen akzeptiert wird. Gegen Titan ist keine Allergie bekannt.
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| Implantat bei freiem Ende |
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Die Indikation der Implantatversorgung wird in erster Linie von Knochenverhältnissen bestimmt. In seltenen Fällen kann auch eine allgemeine Kontraindikation vorhanden sein.
Die Operation wird in lokaler Anästesie (Spritze) durchgeführt. Nur die Weichteile sind schmerzempfindlich, der Knochen selber hat kein
Nervennetz, darum schmerzt es auch nicht (ähnlich wie beim Nagel oder beim Haareschneiden). Eigentlich sind keine nennenswerten Schmerzen
weder während noch nach der Operation zu erwarten.
Der Ablauf der Implantatversorgung besteht aus zwei Phasen: 1. Implantatoperation und Wartezeit 3-4 Monate (hier findet die Verknochung statt), 2.
Schleimhauteröffnung, um den Aufbau mit den Implantaten zu verbinden.
Vorteile. In vielen Fällen ist eine herausnehmbare Prothese zu vermeiden. Meistens erübrigt sich das Einschleifen der gesunden Zähne. In anderen
Fällen kann die Beweglichkeit der totalen Prothese gestoppt werden, und damit die Sicherheit des Eigenzahngefühls wieder hergestellt werden.
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| Seitenzahnlücke |
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Nachteile. Die Implantate verlangen eine regelmäßige, minutiöse Pflege. Die Pflege muß eine Gewohnheit werden. Man darf nicht einmal einige
Tage aussetzen. Bei der Austrittstelle des Implantates wächst die Schleimhaut mit dem Titan natürlich nicht so zusammen, wie es bei der natürlichen
Zahnwurzel der Fall ist. Sie liegt nur ganz fest am Implantatkörper an. Entlang des Implantathalses könnten die Bakterien dadurch, aus einem
bestehenden Zahnbelag zu den Knochen gelangen. Das spürt man nicht, schmerzt auch nicht, aber es kann zu einem Knochenabbau führen, was auf
lange Sicht den Verlust des Implantats bedeutet.
Jeder chirurgische Eingriff bringt ein Risiko mit sich. Auch eine einfache Zahnextraktion kann Probleme nach sich ziehen. Durch Einhalten der
Sterilisationsgrundlagen werden die Infektionsrisiken praktisch ausgeschaltet. Wir haben einen eigenen, modernen OP-Raum mit modernstem
Vakuumsterilisationsgerät. Es gibt auch das anatomisch bedingte Risiko der Nervverletzung. Ich bin sicher, daß dies jeder pflichtbewußte Operateur
mit ernsthafter ärztlicher Sorgfalt vermeiden will.
Wie Sie dem Text schon entnehmen konnten, hängt die Haltbarkeit, erstens von der Mundhygiene und zweitens von der Belastung der Implantate
ab. Eine Überbelastung durch den Aufbau kann der Zahnarzt mit richtigen Bißverhältnissen vermeiden. Ich empfehle deshalb halbjährliche Kontrollen
genauso wie bei den natürlichen Zähnen. Es ist sehr schwer, die Haltbarkeit des Implantates vorherzusagen. In einer Fernsehsendung wurde sie
zwischen 3 Monaten und 30 Jahren eingestuft. Diese Angaben sind natürlich rein hypothetisch, weil die Heilungszeit alleine mehr als 3 Monate
beträgt und die moderne Implantologie erst ca. 25 Jahre alt ist.
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| Zahnloser Kiefer |
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Die Implantatversorgung ist eine aufwendigere Arbeit als die herkömmliche und dadurch mit höheren Kosten verbunden. Sie ist aber eine
hochwertige Lösung und die Investition rentiert sich durch gesicherte Bequemlichkeit, Freiheit und Sicherheitsgefühl.
Für die chirurgische Intervention brauchen Sie keine besondere Vorbereitung. Es ist ausreichend, wenn Sie ausgeruht sind und sich normal ernährt
haben. Es wäre wichtig, daß Sie vor der Operation kein Make-up und keinen Lippenstift verwenden. Falls Sie Prothesenträger sind, sollten Sie
ihren Zahnersatz auf keinen Fall mit Haftmittel sichern
Wenn Sie noch weitere Fragen haben, so stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Wir wünschen Ihnen alles Gute!
Liebe Grüße
Dr.Fülöp und das Praxisteam
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